Überraschung bei Schwarzpappel

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Kontakt

Anschrift des Vereins:

 NABU, Naturbewahrung Dresden

 Leibnizstraße 14

 01187 Dresden

 

Telefon:

 01578 2333 139

 

E-Mail:

 info@naturbewahrung-dresden.de

 

Vorstand:

 Nicole Mager 

 Dr. Karl-Hartmut Müller
 Dr. Hanno Voigt
  



  

Aufruf an CDU und SPD: Der Naturschutz in Sachsen hat schlimme Schwachstellen

 

Als wir an einem Tag im Februar 2015 am Elbufer in Laubegast entlang gingen, sahen wir unmittelbar hinter dem Gartenzaun eines in der Elbaue liegenden Privatgrundstücks den im Bild zu sehenden Stumpf einer Schwarzpappel, die - initiiert durch uns – vor einigen Jahren vom Staatsbetrieb Sachsenforst mit einer molekularbiologischen Methode (Isoenzymanalyse) als artrein identifiziert worden war. Die Schwarzpappel steht wie nur sehr wenige andere Bäume in der Roten Liste Sachsen der Farn- und Samenpflanzen als „vom Aussterben bedroht“. Trotzdem steht im erst vor wenigen Jahren novellierten Sächsischen Naturschutzgesetz ausdrücklich, dass Flächeneigentümer wie der hier betroffene das Recht haben, Pappeln (und damit Schwarzpappeln) ohne jegliche Einschränkung fällen zu dürfen. Als dieses Gesetz als Entwurf vorlag, waren wir vom NABU noch so naiv anzunehmen, dass es sich um ein Versehen dergestalt handle, dass die Politiker in Wirklichkeit nur Hybridpappeln oder allenfalls auch Pyramidenpappeln gemeint hatten, die Schwarzpappel und deren besondere Schutzwürdigkeit einfach übersehen hatten. Intensive Bemühungen des NABU Sachsen auf verschiedenen politischen Ebenen zu diesem Problem und auch zu anderen kritischen Punkten beim Baumschutz blieben jedoch absolut erfolglos. Es hätte schließlich nur sehr wenig Aufwand gekostet, im Gesetz ein „außer Populus nigra (Schwarzpappel)“ einzufügen. Eine Regierungspartei, die das möglichst freie, von gesetzlichen Gängeleien ungestörte Handeln der Bürger als besonders erstrebenswert hält, wurde  bekanntlich inzwischen von den Bürgern abgewählt und die SPD ist (wieder)  Regierungspartei geworden.

Wir rufen die SPD auf, eine Initiative zur Verbesserung des gesetzlich verankerten Baumschutzes in Sachsen zu ergreifen. Die CDU müsste dann zum Baumschutz klar Farbe bekennen und könnte den schwarzen Peter nicht mehr dem kleineren Koalitionspartner zuschieben.

 

Mehr zum Thema Schwarzpappel und deren Situation in Sachsen kann man beispielsweise im Archiv - Eigene Quellen unter Müller-12 und Müller-13 finden. (K)