Katastrophales Insektensterben

aktueller wissenschaftlicher Bericht

Näheres finden Sie hier.

Schwarzpappel-report 2017

(Einzelheiten siehe hier)

Die Fichte - Baum des Jahres 2017

und ausgedienter Christbaum

Einzelheiten siehe hier.

Kontakt

 

Anschrift des Vereins:

  NABU,

  Naturbewahrung Dresden

  Leibnizstraße 14

  01187 Dresden

 

Telefon:

  01578 2333 139

 

E-Mail:

 info@naturbewahrung-dresden.de

 

Vorstand:

   Nicole Mager 

   Dr. Karl-Hartmut Müller
   Dr. Hanno Voigt
  



  

Unser Projekt Schwarzpappel

Alte angepflanzte weibliche Schwarzpappel auf unserer Eigentumsfläche  Lockwitzbachaue Niedersedlitz
Alte angepflanzte weibliche Schwarzpappel auf unserer Eigentumsfläche Lockwitzbachaue Niedersedlitz

 


Die Schwarzpappel ist ein typischer Vertreter unseres primären Naturerbes, der natürlicherweise in Auenwäldern an der Elbe vorkommen würde, wenn es solche noch gäbe. Wir bzw. unsere Vorfahren haben die Auenwälder und mit ihnen auch die Schwarzpappel durch unsere Zivilisation in unserem Raum vollständig beseitigt. In der Kulturlandschaft, wie diese allgemein verstanden wird, haben beide keinen Platz. Manchmal findet man früher angepflanzte Schwarzpappeln an Stellen, wo sie natürlicherweise nicht vorkommen, wie zum Beispiel die auf dem Bild oben. Im Sinne des Artenschutzes  schützen wir auch solche Exemplare, um ihr Genreservoire zu bewahren. Heute  gilt die Schwarzpappel in Sachsen als vom Aussterben bedroht, ein Prädikat,  das nur zwei Laubbaumarten haben (die zweite ist die Elsbeere). Seltsamerweise ist die Schwarzpappel in den letzten Jahrzehnten trotzdem von der gesamten Naturschutzszene und auch von den Botanikern stark vernachlässigt worden. Auch die Forstwirtschaft, die sich immerhin um die ebenfalls bedrohten (Nadel-)Bäume Weißtanne und Eibe kümmert, hat die Schwarzpappel in der Vergangenheit links liegen gelassen – wahrscheinlich weil beide, Schwarzpappel und Auwald wenig mit Forstwirtschaft zu tun haben, die, wie es ihr Name sagt, ein Wirtschaftszweig ist.

Wir wollen der Schwarzpappel und damit auch den Auenwäldern wieder mehr Aufmerksamkeit schenken - sie schützen und fördern. Grundlage dafür ist unsere Erkenntnis, dass es möglich sein muss, an wenigen ausgewählten Stellen in unserer heutigen Kulturlandschaft Ausschnitte des primären Naturerbes wieder mehr zu dulden.

Ganz konkret: Trotz Einschränkungen aus Gründen des Hochwasserschutzes, trotz Nutzung der Elbaue für alle möglichen Zwecke müssen an einigen wenigen geeigneten Stellen Auenwälder mit Schwarzpappel wieder geduldet werden!

 

Dazu haben wir bereits einiges erreicht und zwar sowohl in konkreten eigenen Aktionen im Raum Dresden „vor Ort“ als auch in Zusammenarbeit mit dem NABU Sachsen, dem Umweltministerium, dem Staatsbetrieb Sachsenforst und der Unteren Naturschutzbehörde von Dresden. Darüber werden wir später auf dieser Seite ausführlich berichten. Hier sei zunächst auf unseren diesbezügliche Aufruf HELFER GESUCHT hingewiesen. (K)