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Kontakt

Anschrift des Vereins:

 NABU, Naturbewahrung Dresden

 Leibnizstraße 14

 01187 Dresden

 

Telefon:

 01578 2333 139

 

E-Mail:

 info@naturbewahrung-dresden.de

 

Vorstand:

 Nicole Mager 

 Dr. Karl-Hartmut Müller
 Dr. Hanno Voigt
  



  

Müll aus dem Wald von Dölzschen geholt -         ein Tropfen auf den heißen Stein?


Unserem Aufruf nachkommend haben sich am 20.09.15 zehn Erwachsene und sieben Kinder eingefunden, um unter sehr schwierigen Bedingungen aus einer Schlucht im Wald in Dresden-Dözschen Müll aufzusammeln, den andere unserer Mitbürger dorthin geworfen hatten. Außer Mitgliedern aus unserer NABU-Gruppe waren auch Anwohner aus Dölzschen und dem benachbarten Freital gekommen, was uns ganz besonders gefreut hat.

 

Mit Eimern und Schubkarren ging es in den Wald und es wurde aufgelesen, was sich über die Jahre dort angesammelt hatte. Gut fünf Kubikmeter Müll wurden durch die fleißigen Helfer aus dem Wald getragen. Dabei fand sich allerhand Kurioses wie Geschirr, Reste eines Maschendrahtzauns oder Fahrzeugteile. Besonders fatal sind aber die Flaschen, Unmengen von Plastik und umweltgefährdenden Stoffe wie Farbreste, Batterien, Altgeräte aber auch Asbestplatten. Flaschen stellen eine Falle für Tiere dar, die hineinkriechen, aber es nicht mehr herausschaffen, Plastik, Batterien und Altgeräte enthalten Stoffe, die über den Boden oder das Grundwasser in den Nahrungskreislauf gelangen. Aber auch Gartenabfälle (die wir diesmal nicht mit beseitigen konnten) sind problematisch. Die großen Mengen an Grün- und Baumschnitt tragen übermäßig viel Nährstoffe in den Wald ein und verändern die natürliche Artenzusammensetzung. Oft sind im Gartenmüll Samen von Pflanzen enthalten, die nicht in den Wald gehören. Außerdem lädt ein solcher organischer Müllberg dazu ein, auch anderen Müll dort zu entsorgen.

 

Damit die in diesem ansonsten recht naturnahen Wald lebenden Pflanzen- und Tierarten ein möglichst intaktes Zuhause haben, werden wir auch künftig dafür eintreten, dass Müll ordnungsgemäß entsorgt wird.

 

Wir hoffen, dass diese unsere Aktion nicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, was man in Anbetracht der großen Mengen an Müll, den liebe Mitbürger in die Landschaft tragen, befürchten könnte. Aber vielleicht tragen solche Aktionen dazu bei, dass manche der bisherigen „Müllsünder“ beginnen umzudenken und ihren Müll künftig ordnungsgemäß entsorgen. Für Privatpersonen ist die Abgabe haushaltsüblicher Mengen Müll an den Sammelstellen bekanntlich meist sogar kostenlos.

(M+K)